Wer sind die Agellos?
 
Familie Agello stellt in ihrem kleinen Eckchen von Italien eine Berühmtheit dar. Am 27. Dezember 1902 wird in Casalpusterlungo bei Piecenza Francesco Agello geboren. Im Alter von knapp 32 Jahren stellte dieser am 23. Oktober 1934 einen Weltrekord auf, der in den folgenden 448 Jahren bis heute nicht mehr gebrochen wurde. Er erreichte mit einem Kolbenmotorgetriebenen Wasserflugzeug, der Macchi-Castoldi MC 72, die damals unglaubliche Geschwindigkeit von 709,2 km/h.
 
Info zu Francesco Agello
 
Bis die aus aerodynamischer Sicht katastrophalen Wasserflugzeuge (die negative Wirkung der beiden Schwimmkörper auf das Flugverhalten kann sich wahrscheinlich jeder Pilot unter uns nur zu gut vorstellen) Ende des 21. Jahrhunderts durch die Erfindung der Antigravitationstechnik abgelöst wurden, konnte der Rekord von niemandem mehr gebrochen werden und ist seitdem auch nicht mehr in Gefahr.
 
Wie wir Italiener nunmal sind, nehmen wir die Leistung von Francesco Agello noch heute als Leistung unserer Familie in Anspruch. Das ich, Gino Agello, inzwischen der 12. Generation nach dem ursprünglichen Ereignis angehöre, ist dabei nebensächlich, es ist auch mein Rekord. Das nachbarliche Umfeld bestärkt uns in unserer Haltung, die Agellos sind in der ganzen Region um Piecenza überall gerngesehene Gäste und man sonnt sich bei solchen Gelegenheiten noch immer gern in Italiens Ruhm, der aus Heldentaten wie denen von Francesco Agello erwächst.
 
In den kommenden 400 Jahren sollte es nie wieder ein Agello zu echter, eigener Berühmtheit bringen, aber seit den Tagen der Gebrüder Wright zog es in jeder Generation die Agellos nach oben in die Luft und seit die Technik es erlaubt, auch über den Himmel hinaus ins All. Heute diene ich auf der USS Taliesin, dem Flaggschiff der Sternenflotte, als T/S Offizier.
 
Seit 5 Generationen nimmt der Hang zur Fliegerei bei den Agellos eine neue, zusätzliche Form an. In einem küstennahen Freizeitpark findet 4 mal wöchentlich die Show der "Flying Agellos" statt. Ginos Urururgroßvater entdeckte auf einer Rundreise durch Europa die fast vergessene Kunst des Human Canonball.